Smart Farming Feldtag für Auszubildende 2026 zu Automatisierung und Robotik [16.06.26]
Am Dienstag, den 09.06.2026, trafen sich Schülerinnen und Schüler der Fachschule Herrenberg sowie der Berufsschulen Herrenberg und Ludwigsburg auf der Versuchsstation Ihinger Hof der Universität Hohenheim. Rund 150 Teilnehmende informierten sich im Rahmen des Reallabors AgDiBi über aktuelle Entwicklungen im Bereich Smart Farming. Im Mittelpunkt der diesjährigen Veranstaltung standen Automatisierung und Robotik in der Landwirtschaft.Zu Beginn der Veranstaltung richteten die Schulleiterin der Hilde-Domin-Schule Herrenberg, Marion Schönhaar, sowie Frau Bäuerle vom Landratsamt Böblingen Grußworte an die Teilnehmenden. Dabei hoben sie die zunehmende Bedeutung von Digitalisierung, Automatisierung und künstlicher Intelligenz für die Landwirtschaft hervor und betonten deren Rolle für eine zukunftsfähige und nachhaltige Landbewirtschaftung. Anschließend berichtete Landwirt Jannick Lutz aus Gärtringen über seine praktischen Erfahrungen mit dem Einsatz eines Feldroboters im Pflanzenbau.
Im Anschluss startete der Feldtag mit einem Rundgang zu fünf Stationen, an denen innovative Technologien vorgestellt wurden, die bereits heute auf landwirtschaftlichen Betrieben eingesetzt werden oder künftig eine wichtige Rolle spielen könnten.
An der ersten Station zeigte die Firma Ackerguide, wie sich ältere Traktoren durch GPS-Lenkung und ISOBUS-Technik auf den aktuellen Stand der Automatisierung bringen lassen. Moderne Spurführungssysteme ermöglichen dabei auch auf Bestandsmaschinen ein deutlich präziseres Arbeiten.
An der zweiten Station präsentierte New Holland Automatisierungslösungen für die Getreideernte. Vorgestellt wurden intelligente Mähdrescherfunktionen, automatische Lenksysteme sowie die Erfassung und Nutzung von Ertrags- und Maschinendaten. Die Teilnehmenden erhielten Einblicke, wie digitale Assistenzsysteme die Effizienz während der Ernte steigern können.
Im Bereich Robotik konnten die Teilnehmenden verschiedene autonome Feldroboter kennenlernen. Der FarmDroid FD20 demonstrierte die Möglichkeiten einer GPS-gestützten Aussaat und mechanischen Unkrautbekämpfung ohne Herbizide. Durch die exakte Speicherung der Saatpositionen kann der Roboter Kulturpflanzen und Unkräuter zuverlässig unterscheiden und die Bestände selbstständig pflegen.
Die Firma Kilter stellte einen autonomen Feldroboter zur KI-gestützten Einzelpflanzenbehandlung vor. Mithilfe moderner Bilderkennung werden Kulturpflanzen und Unkräuter in Echtzeit erkannt. Herbizide werden anschließend punktgenau appliziert, wodurch sich der Mitteleinsatz deutlich reduzieren lässt.
An der fünften Station präsentierte Farming Revolution einen autonomen Hackroboter für die mechanische Unkrautbekämpfung. Mithilfe von Kameratechnik und künstlicher Intelligenz erkennt das System Kulturpflanzen und entfernt Unkräuter präzise zwischen und innerhalb der Reihen. Die vorgestellte Technik zeigte eindrucksvoll, wie Robotik zur Reduzierung des Herbizideinsatzes und zur Entlastung von Arbeitskräften beitragen kann.
Nach dem Stationsrundgang kamen alle Teilnehmenden zu einem gemeinsamen Mittagessen zusammen. Anschließend bestand im Rahmen einer kurzen Evaluation die Möglichkeit, Rückmeldungen zum Ablauf und zu den Inhalten des Feldtages zu geben.
Der Smart-Farming-Feldtag 2026 verdeutlichte die aktuellen Entwicklungen im Bereich Automatisierung und Robotik in der Landwirtschaft. Die Teilnehmenden erhielten Einblicke in moderne Assistenzsysteme, autonome Feldroboter und digitale Technologien, die bereits heute in der landwirtschaftlichen Praxis eingesetzt werden. Ein besonderer Dank gilt allen beteiligten Unternehmen, Schulen, Institutionen und Stationsbetreuern, die zum Gelingen der Veranstaltung beigetragen haben.











